Essen/Düsseldorf – 21./22. Januar 2010

24 01 2010

Gerade ein paar Stunden aus Salzburg zurück, ging es wieder auf Dienstreise. Das Ziel war Essen, die Hauptverwaltung von Atos Origin. Ein kurzfristig anberaumter Workshop, wie wir die Abteilungen für den 24 Stunden Betrieb reorganisieren wollen/müssen. An- und Abflug über Düsseldorf, wo wir auch Hotel bezogen. Wie oft bei solchen Dienstreisen, habe ich aber kaum mehr als die Taxis, Besprechungsräume, das Hotel und den Flughafen gesehen. Einzig noch zu erwähnendes Detail, meine Schuhe waren diesmal streng terrorverdächtig und wuren sogar extra geröngt.

Keine Ahnung, was die Kontrolleure an den Flughäfen derzeit umtreibt. Zwei Tage zuvor haben sie den Flughafen München für Stunden wegen eines Fehlalarms stillgelegt. Für Artikel hier klicken Langsam kann man das keinem mehr als Vorsicht erklären, dass ist schon Betriebsblindheit für die Auswirkungen.





Salzburg – 20. Januar 2010

24 01 2010

Der erste größere Tripp dieses Jahr, wenn auch nur ein Tagestripp, führt nach Salzburg. Ermöglicht durch das tapfere Verzehren von Milchschnitten anläßlich einer Werbeaktion, die eine kostenloise Mitfahrt mit der Bahn versprach. Der Kollege Hannes hat sich heldenmütig geopfert und mir zwei Mitfahrten von und nach Salzburg geschenkt. Da ich eh noch zwei Urlaubstage vom letzten Jahr abzubauen hatte, war die Sache also geritzt.

Zunächst mit dem ICE nach München, doirt dann Umstieg in den Railjet der ÖBB; und dies alles 1. Klasse, denn Vielfahrer Hannes hat (natürlich) eine Bahn Card 100 für die 1. Klasse.

Gegen 11 Uhr trafen wir dann in Salzburg ein und machten uns zu Fuß gen Altstadt auf. Das Wetter war wenige Kilometer vor Salzburg von diesig-grau auf strahlend schön gewechselt. AUf dem Weg in die Altstadt gab es schon einiges zu begucken, z.B. das ein oder andere ungewöhnliche Denkmal und um anderes einen Bogen zu schlagen, wie z.B. das Mozarthaus, in desen Eingangsbereich sich schon wieder die Schulklassen stauten. Erinnerungen an meinen letzten Besuch in Salzburg wurde wieder wach, auch wir waren bei der Klassenreise nach Berchtesgaden nach Salzburg gefahren und pflichtgemäß durchs Mozarthaus geschleust worden. Entlang der Salzach dann ein paar Fotos gemacht und gleich mal festgestellt, dass die Österreicher in Sachen Besserwisserei und Oberlehrerhaftigkeit uns Deutschen viel ähnlicher sind, als sie selber wahrscheinlich wahrhaben wollen.

Durch die Altstadt ging es erst zum Dom und dann zur Festung. Der Dom war ganz interessant, aber nichts ungewöhnliches,vergleiuche mit all den anderen Domen, in denen ich nun schon gewesen bin. Mit der Festungsbahn konnten wir leider nicht fahren, da diese derzeit wegen Revisionsarbeiten stillgelegt ist. Wie gut, dass wir geguckt haben, ich stand nämlich schon 10 Minuten mit der Kamera im Anschlag und wunderte mich, warum sich da nichts tut. Die Festung Hohensalzburg war zwar groß und teilweise auch sehr interessnt, aber zu den schönsten Burganlagen Europas würde ich sie denn nun definitiv doch nicht zählen. Trotzdem war es schön, dass wir in Ruhe durch die Festung bummeln konnten und auch die Führung durch die Innenräume mitmachen konnten. Nach dem Abstieg gingen wir dann noch in die Franziskaner.Kirche und lauschten der Geschichte von der zugemauerten Krypta.

Nun schon etwas hungrig ging es auf die Suche nach einem Restaurant, von denen es in Salzburg im Gegensatz zu Cafés aber nicht so viele zu geben scheint, zumindest dort nicht, wo wir gesucht haben. Schließlich wurden wir doch noch fündig und konnten im “K u K” etwas Warmes zu uns nehmen, ehe es über die prachtvollen Räume der Residenz wieder gen Bahnhof ging.

Um 17 Uhr ging es wieder über München gen Nürnberg. Ein schönes Tagesausflug!. Die Bilder wie immer bei Flickr, auch wenn die Server dort gerade etwas Probleme mit den Bildbeschreibungen haben.





Morgenstatus 11. Dezember – Düsseldorf

11 12 2009

Eine wohlvertraute Routine: Aufstehen, fertig machen, Packen.

Die Einweisung gestern war ganz hilfreich, es geht ja mehr um das, was nicht in den Dokus nachgelesen werden kann. Lesen kann ich ja selber. Wird ein recht holpriger Start werden, aber wo läuft in Zeiten von Personalmangel schon mal was glatt. Wegen des grauen Regenwetters den Abend im Hotel am Notebook und im Restaurant verbracht. Ein Kollege vom Problemmanagement ist ja im gleichen Hotel untergebracht, da hatte ich dann etwas Gesellschaft.





Morgenstatus 10. Dezember – Düsseldorf

10 12 2009

Ich habe heute Nacht gut, wenn auch nicht lang geschlafen. Das Thema OIM hat sich hier gut angelassen, ich entwickle schon Ideen, wie ich es anders machen möchte, um den Kernprozess schneller für alle Kunden bereitstellen zu können, auch wenn dem diverse Extralocken einzelner Kunden zum Opfer fallen werden. Ansonsten war es gut ein paar Kollegen mal wieder zu sehen und neue zu treffen bzw. solche, die man nur vom Telefon kennt.

Da wir gut vorangekommen sind und ich den Kollegen hier nicht den ganzen Tag blockieren wollte, hatte ich dann am Nachmittag sogar noch etwas Zeit in die Stadt zu gehen. Wie immer im wahrsten Sinne des Wortes, ich bin vom Hotel bis in die Innenstadt gelaufen, sind so ca. 5-6 Kilometer. Dann drei Stunden durch die Stadt und wieder zurück. Das, was ich hier in Düsseldorf gesehen habe, gefällt mir deutlich besser als Essen. Ich denke, hier könnte man auch ganz nett leben. Was mich sehr positiv überrascht hat, ist die Vielfalt an Läden außerhalb der üblichen Innenstadt-Ladenketten, die natürlich auch alle da sind. Da die Hauptkirchen auf waren, konnte ich mir auch einige von Innen anschauen. Am besten gefallen haben mir die Kreuz- und die St. Lambertuskirche gefallen. Da ich den Fotoapparat wegen des Nieselregens nicht mitgenommen habe, gibt es aber leider keine Bilder und heute regnet es sogar richtig, da würde es mit Bildern eh nichts werden.





Morgenstatus 9. Dezember – Düsseldorf

9 12 2009

Es kann ja nicht immer Kuala Lumpur und das Gran Millennium Hotel sein, diesmal ist es Düsseldorf und das Lindner Airport Hotel. Man sieht, dass das Hotel eindeutig mehr könnte, als es derzeit aus sich macht. So hängt z.B. der Wetterbericht für die nächsten drei Tage in den Lifts aus, etc.., aber die Zimmer sind mit Ausnahme des Bads derart schwach beleuchtet, dass es den Eindruck macht, hier standen nicht Umweltgedanken im Vordergrund sondern nur betriebswirtschaftliche Sparinteressen. Dies passt durchaus zu dem abgestelltem Warmwasser fürs Waschbecken. Da musste ich erstmal unter den Waschtisch krabbeln, um das Warmwasser-Ventil aufzudrehen. Für ein Zimmer, welches laut Preisaushang im Schrank 750 € die Nacht kosten soll, ist dies “etwas dürftig”. Aber vermutlich ist einfach der ausgedruckte Preis um eine Zehnerstelle verrutscht. Überhaupt sollte man hier das Gedruckte nicht so wörtlich nehmen, denn obwohl “WiFi” als Ausstattungsmerkmal des Zimmers angegeben war, ist damit nur die “Möglichkeit für WiFi” gemeint, gegen Bezahlung versteht sich. Eigentlich ist hier trotz des nicht gerade niedrigen Zimmerpreises alles nur gegen Aufpreis erhältlich, z.B. 20 € fürs Frühstück, 28 € pro Tag für Internetzugang, 17 € fürs Parken, etc.. Der Blick aus dem Hotelfenster ist auch nicht ganz so toll, wie in KL, ich blicke nur in die noch nicht ganz ausgeschlafenen Gesichter der Fahrgäste der Straßenbahn, die direkt an meinem Fenster vorbeirumpelt. Außer, dass man zu Fuß zur Firma laufen kann, sehe ich keinen wirklichen Vorteil für dieses Hotel, auch wenn es sonst sehr ordentlich und sauber ist. Nun bin ich erstmal bis Freitag hier einquartiert und kümmere mich lieber um die Übernahme des Operativen Incident-Managements, dies wird noch genug Arbeit und Kopfzerbrechen bereiten.





Reise durch eine lange Nacht

29 11 2009

Nach all den Schlechtwetter-Meldungen aus KL nun mal eine Gutes-Wetter-Meldung, aber aus Nürnberg, wo ich mittlerweile wieder eingetroffen bin. Die Flüge sind alle planmäßig und ohne nennenswerte Störungen verlaufen und auch der recht optimistische Bahnanschluss hat geklappt. Scheint, die Götter wollte, dass ich schnellstmöglich wieder nach Nürnberg komme. Da die Sonne heute schön geschienen hat, sind die kühleren Temperaturen auch völlig okay. Überhaupt war es schön die Sonne zu sehen, denn wir haben ja denn Sonnenuntergang in Malaysia aus der Flughafen-Lounge gesehen und denn Sonnenaufgang hier dann etwa in Frankfurt Hbf. Sind also in einer sehr langen Nacht einmal um die halbe Welt geflogen, immer mit der Nacht mit, ehe dann uns die Sonne in Frankfurt doch wieder eingeholt hatte.

Fotos braucht man heute im Anschluss an eine Reise ja nicht mehr erst entwickeln lassen, auch wenn diese “Nachfreude” durchaus nett war. Ich habe auch noch ein paar Bilder, u.a. vom Flughafen Kuala Lumpur, die ich noch online stellen werde, aber nicht mehr heute, scheint mein Körper will sich wenigstens an den Teilplan “früh schlafen gehen” doch halten zu wollen.

Ich bin zwar eigentlich schon seit 10:20 Uhr wieder zuhause, aber nachdem ich mich nur mal kurz auf meinen Sessel gesetzt hatte, bin ich gleich für acht Stunden eingeschlafen. Eigentlich war ja geplant den Tag mit „Wiederhochfahren des Haushaltes“ zu verbringen und dann früh schlafen zu gehen, um möglichst optimal wieder in den Schlafrhythmus hierzulande reinzukommen, aber leider hat sich mein Körper da einfach nicht dran gehalten, hat halt seinen eigenen Kopf.;-)

Urlaubsbilder muss man ja heutzutage nicht mehr erst nachträglich entwickeln lassen, auch wenn die „Nachfreude“ immer ganz schön war. Ich habe auch noch ein paar Bilder, u.a. vom Flughafen in KL, aber die stelle ich nicht mehr online, denn mein Körper scheint sich wenigstens an den Teil mit „Früh ins Bett“ gehen halten zu wollen.





Abreise aus KL

28 11 2009

Nun ist die Zeit in KL fast um. Die Erlaubnis zu einem late check-out bedeutet, dass wir noch bis 14 Uhr auf den Zimmern bleiben dürfen, danach müssen wir dann bis zur Abfahrt um 16 Uhr mit gepackten Koffern im Executive Club warten. Meine Sachen haben alle problemlos in den Koffer gepasst und auch die Wäsche von gestern ist noch rechtzeitig aus der Reinigung zurückgekommen. Hätten wir gewusst, wie prima es hier im Hotel mit der Reinigung geklappt hat, hätten wir locker die Hälfte der Kleidung in Deutschland lassen können. Wie gut die hellen Hosen, etc.. das schimmelfreudige Klima der Regenzeit hier überstanden haben, wird sich zeigen, aber da ich meine Wäsche immer gleich am nächsten Tag in die Reinigung gegeben habe, sollte es eigentlich keine Probleme geben.

Das viele Warten und Nichtstun in den nächsten 30 Stunden, bis wir wieder zu Hause sind, dürfte dazu führen, dass ich recht viel von einer Sache machen kann, zu der ich sonst auf dieser arbeitsreichen, aber doch sehr interessanten Reise fast gar nicht gekommen bin: Lesen. Meinen historischen Roman aus Landshut habe ich durch und vorhin, wie es sich für ein Bookcrossing-Buch gehört auf die Reise geschickt. Das Buch bleibt hier im Hotel, im Bücherschrank im Executive Club, wo es sich in bester Gesellschaft mit diversen Reiselektüren anderer Reisender befindet. Derzeit lese ich nun also jenes kleine Büchlein, welches ich hier im Times-Buchladen gefunden habe, über die abenteuerlichen Erlebnisse einer Besatzung, die mit einem umgebauten Fischkutter im 2. Weltkrieg Kommandooperationen gegen die Japaner unternimmt. Nicht, dass es irgendwie kriegsbeeinflussend gewesen wäre, aber für die Menschen in Singapur und Australien war es doch wichtig, was gegen die japanischen Besatzer zu tun.

Gleich packe ich auch meinen Laptop ein, dann bin ich komplett abmarschbereit, aber auch für die nächsten 30 Stunden vom weiteren Geschehen abgetrennt. Ich bin mal gespannt, was mich zu Hause erwartet, sowohl in der Wohnung, als auch beruflich. Es sieht ja so aus, als ob ich mit meiner Rückkehr eine neue Aufgabe zugeteilt bekomme. Mal sehen, was sich davon bewahrheitet und wie es sich dann anlässt. Weniger stressig wird es wohl kaum sein. Ob ich dann noch mal dienstlich nach Malaysia komme, ist recht ungewiss, aber nach all den Problemen mit den Kollegen in Indien vielleicht dorthin. Privat werde ich aber bestimmt noch mal nach Malaysia kommen, Pinang, die Cameron Highlands und all die anderen tollen Plätze hier will ich auch noch besuchen. Meine restlichen Ringit nehme ich daher lieber mit, als sie zurückzutauschen.





Morgenstatus 28. November

28 11 2009

Das Wetter ist auch heute morgen wieder recht trübe, deshalb fällt der Abschied aus KL auch leichter. Nachdem ich nun alle Bilder, die ich online stellen wollte, hochgeladen habe, geht es nach dem Frühstück daran den Koffer entgültig zu packen.

Wir werden hier gegen 15:30 Uhr auschecken und mit Zul zum Kuala Lumpur International Airport (KLIA) fahren. Der Flug EY411 von KL nach Abu Dhabi geht zwar erst um 20:45, mit Boardingbeginn um 20:00, aber da wir wegen des Haddsch mit deutlich mehr Flugbewegungen rechnen, dürften die zeitlichen Reserven erforderlich sein. Wenn alles pünktlich klappt, sollten wir auch in Abu Dhabi keine Probleme haben, wo wir um 00:05 Uhr ankommen, um 01:05 an Bord von EY1 gehen und dann um 02:05 gen Frankfurt starten sollen. Geplante Landung in Frankfurt um 06:20 Uhr. Die gebuchte Weiterfahrt mit dem ICE 925 um 7:37 Uhr nach Nürnberg dürfte da zeitlich etwas optimistisch gewählt sein, aber so sind Buchungscomputer nun einmal. Vermutlich wird es dann also ein Zug später werden, danach fährt dann aber mal erstmal für 1,5 Stunden kein Zug in die Richtung mehr. Interessantes Taktungsschema bei der DB.





Morgenstatus 27. November

27 11 2009

Unser letzter ganzer Tag hier in Malaysia. Heute ist Feiertag und das Wetter ist bislang dementsprechend. Daher werde ich jetzt gleich auch auf die Jagd nach noch ein paar verbliebenen Fotomotiven gehen, denn am Nachmittag soll es dann doch regnen.

Gestern war unser letzter Tag im Büro von AO Malaysia. Wir haben noch ein letztes Mal das normale Training durchgezogen und konnten üben, was die Kollegen ab 1. Dezember tun sollen, so man ihnen denn grünes Licht hierfür gibt. Da die juristischen Probleme eher größer denn kleiner geworden sind, sieht es aber nicht wirklich danach aus. Dies ist sehr schade, die Kollegen haben sich sehr ins Zeug gelegt und wollen starten. Und wir haben uns auch bemüht das Projekt zum Fliegen zu bringen. Da steht jetzt also durchaus einiges an Frust an, wenn es auf Eis gelegt wird. Trotzdem haben wir uns sehr nett von allen Verabschiedet, in der Hoffnung, den ein oder anderen bei einer Fortsetzung des Projektes in KL oder bei einem anderen Projekt von ihnen in Europa wieder zu sehen.

Nach unserer Rückkehr ins Hotel, sind wir erstmal Essen gegangen. Zur Feier des Tages haben wir uns richtig was gegönnt, Steak Sirloin vom Kobe-Rind. Okay, für den Rechnungsbetrag haben wir sonst eine ganze Woche gegessen, aber man muss auch mal etwas Besonderes machen. Heute steht ein letzter langer Fotospaziergang durch KL und dann Kofferprobe-Packen an, irgendwie kommt ja doch mehr nach Nürnberg mit, als vorher nach KL. Hoffentlich kommt noch alle Wäsche von heute rechtzeitig von der Reinigung zurück, sonst wird es etwas kompliziert.

In Malaysia und den meisten anderen islamischen Staaten ist heute Feiertag, Hari Raya Aidiladha. der Tag an dem der Haddsch beginnt, jene Pilgerreise, die jeder Muslim einmal in seinem Leben unternommen haben soll. Bedürftigen wird hierbei durch Spenden und speziell für sie organisierten Pilgerreisen geholfen. Allerdings lässt sich auch der ein oder andere Politiker gerne mal die Pilgerreise bezahlen, was natürlich hier für einige Verärgerung sorgt, denn so schlecht verdient ein Politiker nicht, dass er diese einmalige Reise nicht selber bezahlen könnte. Die Pilgerreise führt aber nicht nur nach Mekka, in die Große Moschee mit ihren neun Minaretten und dem Kaaba genannten heiligen, schwarzen Felsen, vielmehr ist dies nur der Anfang und das Ende der aus sechs Etappen bestehenden Pilgerreise. Nachdem der Gläubige die Kaaba zu Beginn seiner Reise sieben mal umrundet hat, führt ihn sein Weg nach Mina, wo er betet und den Koran liest. Die nächste Gebetsstation ist dann Arafat, wo einst der Probet Mohammad seine letzten Gebete sprach. Daher betet dort der Pilger vom Mittag bis zum Sonnenuntergang. An der vierten Station in Muzdalifah sammelt der Pilger dann 49 Steine, mit denen er an der fünften Station an der dreitägigen, rituellen Steinigung des Teufels, symbolisiert durch drei Steinsäulen in Mina teilnimmt. Danach kehrt er schließlich nach Mekka zurück und umrundet in der Großen Moschee erneut den Kaaba siebenmal. An- und Abreise für die ca. 2,5 Millionen Pilger erfolgt meist über den Flughafen in Jeddah, welches ja gerade durch einen unerwartet heftigen Regenschauer unter Wasser gesetzt wurde. Dies dürfte den Pilgern und 100 000 Sicherheitskräften und 20 000 medizinischen Hilfskräften nicht gerade leichter gemacht haben. Man hat sich zwar gut auf Massenpaniken und eine Grippewelle wegen H1N1 vorbereitet, aber die meisten Wüstenstädte haben halt keine für solche seltenen Regengüsse ausreichend dimensionierte Stadtentwässerung.

Aber auch für alle, die nicht selber am Haddsch teilnehmen, ist sein Beginn ein großes Fest. Die Moscheen hier dürften übervoll sein, da viele zu solchen Anlässen in die großen, prächtigeren Moscheen in den Großstädten kommen. Das Hotel ist derzeit gut mit solchen Feiertagsgästen gefüllt. Passend zu all durch die Burka komplett verschleierten Frauen kommt hier ja gerade die Burka-Barbie auf dem Markt.





Morgenstatus 26. November

25 11 2009

Die Sonne kann ja über Malaysia doch noch scheinen, zumindest über KL. Das ist dann ein etwas freundlicherer Abschied, als das miese Regenwetter der letzten Zeit. Heute ist ja unser letzter Tag im Büro hier, da morgen ein hoher muslimischer Feiertag ist. Das RZ ist zwar normal besetzt, aber ein Training kann man so nicht sinnvoll durchführen. Gestern haben wir ja die Tests zurückgegeben. War schon ein ungewohntes Gefühl, irgendwie war das doch deutlich mehr „Lehrer“ denn „schulender Kollege“, wie wir es sonst gehalten haben. Die Kollegen waren auch alle recht nervös gewesen. Sie sind es zwar gewöhnt, regelmäßig geprüft zu werden, aber ich glaube die Aufregung vor einer Prüfung verliert man auch als Erwachsener nicht so leicht. Wenn es um irgendwelche formelle Prüfungen geht, bin ich ja auch immer angespannt.

So langsam mischt sich etwas Bedauern über den baldigen Abschied und die Freude auf die Heimkehr mit ins Tagesgeschehen. Einzelne Kollegen, die wir in den letzten Tagen hier nicht mehr wiedersehen werden, verabschieden sich schon. Ich habe mir gestern dann auch ein schönes Souvenir besorgt und habe dabei natürlich – wie hier eigentlich üblich – ein wenig gefeilscht. Nur ist man in den Läden im Luxuseinkaufzentrum The Pavilion überhaupt nicht auf Feilschen eingestellt. Ich habe daher auch nur läppische 10 % herausschlagen können, was mir aber schon die Bemerkung eintrug, ich müsste wohl Schotte sein. Beschimpfungen des Kunden nach der Bargain-Phase deuten meist darauf hin, dass man es dem Verkäufer nicht ganz so leicht gemacht hat, wie er es sich von einem westlichen Ausländer vorgestellt hatte. Bei den Preisen im Pavilion brauche ich aber mit Sicherheit kein schlechtes Gewissen haben, den Preis um 10 % gedrückt zu haben. Heute werde ich dann mal testweise meinen Koffer packen. Das ein oder andere bleibt ja hier, anderes ist dazugekommen. Sollte aber alles passen.