Garmisch-Partenkirchen, 11. September 2011 – Abendreport

11 09 2011

Was nimmt man nicht so alles an Ärger und Streß auf sich, um mal ein paar Tage Erholung zu haben. Um 4:45 Uhr mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof und dann um 5:10 Uhr mit einer Regionalbahn nach München. ICEs verkehren heute nicht, die Groß-Baustelle in München-Passing führt mal wieder zu Problemen ohne Ende. ALso hat die Fahrt nach München mal fast doppelt so lange gedauert und dann noch mal das gleiche hinten dran, um mit einer anderen Regionalbahn nach Garmisch-Partenkirchen zu kommen. ICEs fahren dorthin ja nur am Samstag, da ist dort immer Zimmerwechsel. Von diesem wohl doch schon ziemlich überholten Gedanken hat man sich bei der Bahn wohl immer noch nicht trennen mögen. In den über 4 Stunden Fahrzeit von Nürnberg bis Garmisch hätte ich auch bis Hamburg kommen können.

Die Stadt selber scheint nur dem Tourismus gewidmet zu sein. Hotels, Restaurants, Andenkenläden. Irgendwo müssen doch auch ein paar Menschen leben. Aber immerhin entgegen anders lautender Aussagen gibt es doch ein McDonalds in Garmisch, auch wenn es irgendwie nicht wie ein McDonalds aussieht. Eher so wie eine Mischung aus Dinner und Lounge. Aber ich bin erstmal zum Hotel gestiefelt, um meinen Rucksack und meine Tasche loszuwerden. Im Hotel dann das nächste Hindernis, es gab noch kein freies Zimmer, was nicht schlimm ist, aber es gab auch keine Möglichkeit sein Gepäck irgendwo zwischenzulagern, der Gepäck-Raum sei nur für Skier und werde noch renoviert. Auch sonst gab es keine Möglichkeiten, also musste ich meine erste Wanderung mit vollem Gepäck für sechs Tage antreten, denn auch die Schließfächer im Bahnhof waren alle komplett von Tagestouristen belegt, die ziehen sich am Bahnhof um und lassen dann die “Reisekleidung” im Bahnhof. Ich habe mir also die nächste Seilbahn geschnappt und habe mich irgendwo am oder auf dem Hausberg gemütlich an einem kleinen, sehr munteren Gebirgsbächlein niedergelassen und gelesen. Leider wurde es nach drei Stunden dann kühler und das angekündigte Regengebiet begann aufzuziehen. Kurz bevor es dann richtig losging, war ich im Hotel. Zimmer ist ganz okay. Der Hinweis der Rezeption, dass Gasbrenner im Zimmer verboten sein, hat mich zwar etwas verwundert, aber scheinbar benehmen sich eine Wanderer im Hotelzimmer nicht wesentlich anders, als im Berg. Ab m frühen Abend ging dann das angekündigte Gewitter als richtiger Gewittersturm nieder; nur ca. 20 Minute lang, aber dafür recht knackig.

Beim Versuch am Bächlein ein paar Fotos zu machen, habe ich festgestellt, dass meine Nikon scheinbar irgendwie Schaden genommen hat, sie blinkt nur “- E -”, was sie ja sonst nur macht, wenn keine keine SD-Karte eingelegt ist. Mal gucken, ob ich das heute noch behoben bekomme. Eine Fototour ohne Fotoapparat könnte anders laufen als geplant.


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