Garmisch-Partenkirchen, 12. September 2011 – Abendreport

12 09 2011

Wetter war so lala, nicht wirklich schön, nicht wirklich schlecht. Eigentlich gar nicht mal schlecht zum Wandern.
Vorher habe ich mich aber erstmal über die Verbindungen ohne div. Kombi-Tickets für dies und das gekümmert. Es gibt eine unübersichtliche Vielzahl von Betreibern und damit eine unübersichtliche Vielzahl von Karten. Und selbst die Zugspitzcard Gold deckt nicht alles ab, enthält dafür aber den Eintritt zu einer Vielzahl von Schwimmbädern. Interessante Möglichkeit der Kreuzfinanzierung solcher Einrichtungen durch die Wanderer.

Da mein Fotoapparat immer noch nicht mag, war ich dann ohne meine 6 kg Fotoausrüstung unterwegs. Um es erstmal ruhig angehen zu lassen, stand für heute der Weg von der Partnachklamm (http://www.partnachklamm-info.de/) zur auf dem Programm. Da die Ferien schon um sind und auch kein Wochenende ist, fehlten die Fiaker, mit denen man da hoch fahren kann, aber man kommt da prima auch zu Fuß hoch. Der Gewittersturm von gestern hat den Pegel etwas steigen lassen, so dass man nicht ganz trockenen Fußes durchkommt, aber das kenne ich auf den verschiedensten Klammen ja schon und macht mir nichts aus. Die Strecke hat mir sehr gut gefallen, dieses Naturdenkmal ist absolut einen Besuch wert. Für Leute wie mich mit knapp 2 m Kopfhöhe und einen Berg-Helm mithaben ist dessen Nutzung zu empfehlen, nicht wegen drohendem Steinschlag, sondern weil man sich durchaus an der ein oder anderen Stelle den Kopf anhauen kann. Da hin und wieder sogar die Sonne mal durch die Wolken geguckt hat, war der Weg ins Reintal mehr oder minder direkt entlang der Partnach durchaus ganz nett. Die beiden anderen Klammen auf der Strecke, die Mitterklamm und die Hinterklamm kann man leider nicht betreten, man kann aber in die Hinterklamm hineinschauen. Entweider etwas durch den Wald oder direkt am Fluß ging es dann weiter bis zu einem der immer wieder beeindruckenden Wasserfällen. Hat man diesen erklommen, ist man kurz vorm Ziel der Tour. Der Blick in den Talkessel ist sehr schön. Es geht ab der Reintalangerhütte zwar noch mal ein Stück weiter bis zu dem Punkt, an dem die Partnach aus dem Fels entspringt, aber da es aber die ganze Strecke noch wieder zurückgeht, habe ich mich entschlossen, hier umzudrehen. Zwar hatte ich zumindest streckenweise der im Rother Wanderbuch vorgeschlagene alternativ-Route folgen wollen, aber irgendwie habe ich den Abzweig zur “Eisernen Brücke” nicht gefunden und da es doch erkennbar dunkler wurde, bin ich dann ab der Partnachalm mittels GPS-Navigation einen etwas trostlosen Forstweg zurückgestiefelt. Die Partnachklamm soll zwar auch bei Nacht sehr beeindruckend sein, es gibt sogar organisierte Fackelzüge, aber das wollte ich jetzt nicht austesten.

Waren zwar nur 670 Höhenmeter und hin und zurück nur 12 km, aber nach 11 Stunden unterwegs bin ich jetzt doch ziemlich müde. Ich glaube, ich gehe jetzt sofort schlafen, auch wenn ich eigentlich heute nur meine Marschverpflegung gefuttert habe. So ein entspannter Anfang war es dann doch nicht.


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